Die Senioren von Landskrone sind Rheinhessenmeister

Auch in der Saison 2025/26 beteiligten sich unsere „alten Herren“ an der rheinhessischen Senioren-mannschaftsmeisterschaft. Spielberechtigt waren hier alle Schachspieler älter als 60 Jahre. Wir konnten immerhin acht Spieler melden, von denen sieben zum Einsatz kamen. Der Spielmodus ist hier etwas ungewöhnlich. Man hat 45 Minuten Bedenkzeit für die ganze Partie einschließlich eines Inkrements von 15 Sekunden pro Zug. Diese knappe Bedenkzeit zwingt zu einer recht flotten Spielweise und führt regelmäßig zu Zeitnotdramen.

Leider hatten sich dieses Jahr nur fünf Mannschaften gemeldet, so dass in jeder Runde eine Mannschaft pausieren musste. Vor der letzten Runde lagen drei Mannschaften punktgleich an der Spitze der Tabelle, wobei unsere Mannschaft nur einen halben Brettpunkt weniger hatte als Vorwärts Orient Mainz.

In der letzten Runde mussten wir am 13. Februar zum entscheidenden Duell mit Vorwärts Orient nach Mainz fahren und versuchen zu gewinnen.

Bei Bekanntgabe der Aufstellungen der Mannschaften hatte ich gute Hoffnung auf einen Erfolg, da Vorwärts Orient nicht in bester Besetzung antreten konnte. Dennoch entwickelte sich ein sehr spannender Kampf, der lange unklar blieb. Erst in der letzten halben Stunde überschlugen sich die Ereignisse. Peter Hülser übersah am dritten Brett eine Springergabel und musste die Qualität und kurz darauf die Partie abgeben. Fast zeitgleich konnte aber Gino Pflittner die gegnerische Dame auf offenem Brett einkreisen und fangen. Kurz darauf lautete der Zwischenstand 1 : 1.

Am 1. Brett konnte ich meinen Gegner bereits in der Eröffnung ziemlich unter Drucksetzen und im Mittelspiel eine Qualität erobern. Mein Gegner versuchte noch einen Gegenangriff, der aber nur zu einer Schwächung seiner Stellung führte. Da ich meine Partie als gewonnen abschätzte, bedeutete ich Wael Omran am 2. Brett, dass ein Unentschieden ausreichend wäre. Daraufhin bot er seinem Gegner ein Remis an, obwohl er einen Mehrbauern – in einem allerdings komplizierten Endspiel mit Turm und zwei Springern gegen Turm und Läuferpaar – hatte. Sein Gegner lehnte das Remis im Mannschaftsinteresse ab und versuchte auf Gewinn zu spielen. Wie so häufig führte dies nur zu weiteren Schwächungen, die Wael dann sehr schön ausnutzte und einen Bauern nach dem anderen eroberte. Als die Zahl der Mehrbauern auf fünf anstieg, kapitulierte sein Gegner, was nach meinem zwischenzeitlichem Sieg zum Endstand von 3 : 1 führte.

Nachdem zeitgleich die Schachfreunde Heimersheim gegen den SV Bad Kreuznach mit 2,5 : 1,5 verloren hatten, gewinnt der SC Landskrone die rheinhessische Seniorenmannschaftsmeisterschaft 2025/26.